Ausgehend von den Ergebnissen der Potenzialanalyse im Herbst in den 8. Klassen durften sich nun in der Woche vor den Osterferien alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 Betriebe und Einrichtungen in Meschede und Umgebung aussuchen, um jeweils einen Tag lang ein Berufsfeld ihrer Wahl zu erkunden. Waren zunächst einige enttäuscht, dass sie schon am ersten Morgen der Auswahl keine passenden Plätze mehr fanden, so relativierte sich diese Enttäuschung im Laufe der Tage nicht zuletzt auch Dank einiger Mescheder Betriebe, die die Anzahl ihrer Plätze noch einmal erhöhten. Einige Schüler waren sogar so motiviert, dass sie gleich drei Tage unterwegs in drei verschiedenen Betrieben waren.

 Diese Berufsfelderkundung gehört ebenso wie die Potenzialanalyse zu den Bausteinen der Landesinitiative KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss) und ergänzt unser sonstiges Berufswahlorientierungsprogramm der Schule in Klasse 8. Denn auch mit unseren Betriebserkundungstagen und dem Girls’ Day, dem Berufswahltest im Berufsinformationszentrum (BIZ), dem Besuch der Berufsinformationsbörse zu Beginn des Schuljahres, dem Dachdecker- und dem Metall- und Elektromobil sind die Jugendlichen in Klasse 8 auf dem Weg, um sich einen Praktikumsplatz für den kommenden September zu suchen.

Mit großem Talent, junge Menschen für ihre Arbeit und den Beruf des Dachdeckers zu begeistern, besuchten Mike Heupel und sein Team vom Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks e.V. vergangene Woche die St. Walburga-Hauptschule.

Das „Dachdecker on Tour-Mobil“ machte es zum wiederholten Male möglich, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 erste Kontakte mit verschiedenen Fertigkeiten des Dachdeckers knüpfen konnten. Die Jugendlichen konnten typische Werkstoffe in die Hand nehmen und auch im Umgang mit den typischen Werkzeugen erste Versuche wagen. So wurden Schieferplatten zugeschnitten, Dichtungsfolie verschweißt, Metallplatten zusammen gelötet und vieles mehr. Begeistert und ausdauernd wurde gearbeitet und probiert und so manche Ergebnisse stolz mit nach Hause genommen.

Für die 42 Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe der Katholischen Hauptschule Sankt Walburga war es wieder soweit: In insgesamt 8 Kleingruppen erkundeten sie verschiedene Betriebe und Einrichtungen in und um  Meschede.

 So war dienstags natürlich der Kooperationspartner M. Busch in Wehrstapel Ziel einer Kleingruppe. Herr Rückheim und Frau Pählig führten die Schülerinnen und Schüler durch die Gießerei. Vor allem der Schmelzbetrieb mit seinen großen Öfen und die Gussformherstellung sowie der eigentliche Gießprozess waren Ziele der Gruppe im Unternehmen. Im anschließenden Gespräch wies Herr Rückheim noch auf die neun Ausbildungsberufe hin, in denen M. Busch ausbildet und erklärte, was zu tun ist, um ein Praktikum bei M. Busch zu absolvieren.

Mitte September war es für die jetzigen Achtklässler so weit: sie tauschten für einen Vormittag den Klassenraum gegen das Kinder- und Jugendzentrum AKI im Lanfertsweg, um an der Potenzialanalyse teilzunehmen.

Die Potenzialanalyse ist eines der zentralen Standardelemente zur Berufs- und Studienorientierung, die mittelfristig in allen Schulen Nordrhein-Westfalens eingesetzt werden. Dabei liefert die Potenzialanalyse einen wichtigen Grundstein für die weiteren Schritte in Richtung Berufsorientierung und Berufswahl. Die Jugendlichen entdecken dabei ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt. Die Ergebnisse werden individuell ausgewertet, in den Beratungsprozess einbezogen und in der Ich-bin-Ich-Mappe dokumentiert.

Die Potenzialanalyse zielt darauf ab, dass sich die Jugendlichen den eigenen Interessen, Neigungen und Möglichkeiten annähern und damit verbundene Kompetenzen weiterentwickeln. Es ist keine Berufsempfehlung. Eine Potenzialanalyse fördert vielmehr die Selbstreflexion und erschließt Anhaltspunkte für ein passgenaues Angebot der weiteren Bausteine in der Berufs- und Studienorientierung wie Berufsfelderkundungen oder die Auswahl von Schülerbetriebspraktika.

So gab es viele verschiedene Aufgaben zu bewältigen: sich in einer Kleingruppe in einem Kurzvortrag vorstellen; Schraubenmuttern auf- und abdrehen; auf der Titanic Teamgeist beweisen, genau arbeiten beim Zeichnen, mit einem kleinen Skalpell Linien ausschneiden, einen Sachtext analysieren, einen Fisch aus einem Stück Holz feilen, eine Murmelbahn bauen, Koordinaten in einen Computer eingeben und damit eine Figur zeichnen; einen Metallwürfel zusammen bauen, Längen abmessen und Linien zeichnen und kleine gezeichnete Elemente zu sinnvollen Bildern ergänzen. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler von fachkundigem Personal beobachtet. Nächste Woche gibt es die Auswertungen. Wir sind schon gespannt.

 

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