Wer kennt das nicht? Die nächste Mathearbeit steht an, man lernt dafür und nach der Klassenarbeit ist schnell alles wieder vergessen… und dann kommt der Lehrer und schimpft: „Nicht für die Schule, sondern für’s Leben lernt ihr!“

 Dass hinter dieser Aussage mehr als nur eine leere Floskel steckt, erfuhren nun 14 Neuntklässler der Sankt Walburga Hauptschule in Meschede bei ihrem Besuch des Kooperationspartners, Fa. M. BUSCH in Wehrstapel.

Ausgehend von den Ergebnissen der Potenzialanalyse im Herbst in den 8. Klassen durften sich nun in der Woche vor den Osterferien alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 Betriebe und Einrichtungen in Meschede und Umgebung aussuchen, um jeweils einen Tag lang ein Berufsfeld ihrer Wahl zu erkunden. Waren zunächst einige enttäuscht, dass sie schon am ersten Morgen der Auswahl keine passenden Plätze mehr fanden, so relativierte sich diese Enttäuschung im Laufe der Tage nicht zuletzt auch Dank einiger Mescheder Betriebe, die die Anzahl ihrer Plätze noch einmal erhöhten. Einige Schüler waren sogar so motiviert, dass sie gleich drei Tage unterwegs in drei verschiedenen Betrieben waren.

 Diese Berufsfelderkundung gehört ebenso wie die Potenzialanalyse zu den Bausteinen der Landesinitiative KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss) und ergänzt unser sonstiges Berufswahlorientierungsprogramm der Schule in Klasse 8. Denn auch mit unseren Betriebserkundungstagen und dem Girls’ Day, dem Berufswahltest im Berufsinformationszentrum (BIZ), dem Besuch der Berufsinformationsbörse zu Beginn des Schuljahres, dem Dachdecker- und dem Metall- und Elektromobil sind die Jugendlichen in Klasse 8 auf dem Weg, um sich einen Praktikumsplatz für den kommenden September zu suchen.



Seit seiner Einführung vor 16 Jahren hat sich der Girls' Day als Möglichkeit etabliert, jungen Mädchen die Berufswelt näher zu bringen. Dabei wird natürlich darauf geachtet, dass gerade Berufe dabei sind, die nicht dem "klassischen" Rollenbild entsprechen. Parallel dazu wird der Boys' Day durchgeführt.

So ergab es sich, dass sich auch in diesem Jahr die Mädchen als Automechatroniker, Bauarbeiterin und Industriemechanikerin ausprobierten. Die Jungs dagegen versuchten sich als Kindergärtner und Pfleger.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer konnte sich so einen Eindruck verschaffen, dass es mehr als den Jungen- oder Mädchenberuf gibt.

Für die 42 Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe der Katholischen Hauptschule Sankt Walburga war es wieder soweit: In insgesamt 8 Kleingruppen erkundeten sie verschiedene Betriebe und Einrichtungen in und um  Meschede.

 So war dienstags natürlich der Kooperationspartner M. Busch in Wehrstapel Ziel einer Kleingruppe. Herr Rückheim und Frau Pählig führten die Schülerinnen und Schüler durch die Gießerei. Vor allem der Schmelzbetrieb mit seinen großen Öfen und die Gussformherstellung sowie der eigentliche Gießprozess waren Ziele der Gruppe im Unternehmen. Im anschließenden Gespräch wies Herr Rückheim noch auf die neun Ausbildungsberufe hin, in denen M. Busch ausbildet und erklärte, was zu tun ist, um ein Praktikum bei M. Busch zu absolvieren.

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