Für die 42 Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe der Katholischen Hauptschule Sankt Walburga war es wieder soweit: In insgesamt 8 Kleingruppen erkundeten sie verschiedene Betriebe und Einrichtungen in und um  Meschede.

 So war dienstags natürlich der Kooperationspartner M. Busch in Wehrstapel Ziel einer Kleingruppe. Herr Rückheim und Frau Pählig führten die Schülerinnen und Schüler durch die Gießerei. Vor allem der Schmelzbetrieb mit seinen großen Öfen und die Gussformherstellung sowie der eigentliche Gießprozess waren Ziele der Gruppe im Unternehmen. Im anschließenden Gespräch wies Herr Rückheim noch auf die neun Ausbildungsberufe hin, in denen M. Busch ausbildet und erklärte, was zu tun ist, um ein Praktikum bei M. Busch zu absolvieren.

Mitte September war es für die jetzigen Achtklässler so weit: sie tauschten für einen Vormittag den Klassenraum gegen das Kinder- und Jugendzentrum AKI im Lanfertsweg, um an der Potenzialanalyse teilzunehmen.

Die Potenzialanalyse ist eines der zentralen Standardelemente zur Berufs- und Studienorientierung, die mittelfristig in allen Schulen Nordrhein-Westfalens eingesetzt werden. Dabei liefert die Potenzialanalyse einen wichtigen Grundstein für die weiteren Schritte in Richtung Berufsorientierung und Berufswahl. Die Jugendlichen entdecken dabei ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt. Die Ergebnisse werden individuell ausgewertet, in den Beratungsprozess einbezogen und in der Ich-bin-Ich-Mappe dokumentiert.

Die Potenzialanalyse zielt darauf ab, dass sich die Jugendlichen den eigenen Interessen, Neigungen und Möglichkeiten annähern und damit verbundene Kompetenzen weiterentwickeln. Es ist keine Berufsempfehlung. Eine Potenzialanalyse fördert vielmehr die Selbstreflexion und erschließt Anhaltspunkte für ein passgenaues Angebot der weiteren Bausteine in der Berufs- und Studienorientierung wie Berufsfelderkundungen oder die Auswahl von Schülerbetriebspraktika.

So gab es viele verschiedene Aufgaben zu bewältigen: sich in einer Kleingruppe in einem Kurzvortrag vorstellen; Schraubenmuttern auf- und abdrehen; auf der Titanic Teamgeist beweisen, genau arbeiten beim Zeichnen, mit einem kleinen Skalpell Linien ausschneiden, einen Sachtext analysieren, einen Fisch aus einem Stück Holz feilen, eine Murmelbahn bauen, Koordinaten in einen Computer eingeben und damit eine Figur zeichnen; einen Metallwürfel zusammen bauen, Längen abmessen und Linien zeichnen und kleine gezeichnete Elemente zu sinnvollen Bildern ergänzen. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler von fachkundigem Personal beobachtet. Nächste Woche gibt es die Auswertungen. Wir sind schon gespannt.

 

Mit großem Talent, junge Menschen für ihre Arbeit und den Beruf des Dachdeckers zu begeistern, besuchten Mike Heupel und sein Team vom Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks e.V. vergangene Woche die St. Walburga-Hauptschule.

Das „Dachdecker on Tour-Mobil“ machte es zum wiederholten Male möglich, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 erste Kontakte mit verschiedenen Fertigkeiten des Dachdeckers knüpfen konnten. Die Jugendlichen konnten typische Werkstoffe in die Hand nehmen und auch im Umgang mit den typischen Werkzeugen erste Versuche wagen. So wurden Schieferplatten zugeschnitten, Dichtungsfolie verschweißt, Metallplatten zusammen gelötet und vieles mehr. Begeistert und ausdauernd wurde gearbeitet und probiert und so manche Ergebnisse stolz mit nach Hause genommen.

Mit insgesamt fünf Kurzvorträgen stellten Auszubildende zu Beginn der Berufsinformationsbörse 2016 im so genannten "Forum" ihre Betriebe, die dortigen Ausbildungsmöglichkeiten, ihre persönlichen Werdegänge und ihre Motivationen vor, diesen Beruf zu ergreifen. Die Achtklässler unserer Schule waren zu Gast und folgten interessiert den Präsentationen in der Sporthalle des Berufskollegs in Meschede. Die Zehntklässler wiederum konnten beim Speed-Dating direkt mit Betrieben in Kontakt kommen, sich den Personalverantwortlichen vorstellen und neben ihrer schriftlichen Bewerbung um eine Ausbildungsstelle auch gleich einen guten Eindruck hinterlassen. Danach ging es für alle Schülerinnen und Schüler an die Messestände. Viele einheimische Betriebe, Unternehmen und Institutionen stellten sich vor und standen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort. In welchen Berufen bilden Sie aus? Gibt es noch freie Ausbildungsstellen für 2017? Was muss ich machen, um einen Praktikumsplatz zu bekommen? Neben all diesen Fragen war es auch möglich, um eine Einladung zur Unternehmenswoche zu bitten. In dieser Woche nach den Herbstferien wird interessierten und ausgewählten Schülerinnen und Schülern der ausgewählte Betrieb noch einmal in einer eigenen Führung gezeigt und detailliert vorgestellt. Die Plätze waren begrenzt und bei den Jugendlichen heiß begehrt. Einige Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Schuljahr haben sich auch für die Herbstferien schon um ein freiwilliges Praktikum gekümmert. Der Besuch der Berufsinformationsbörse hat sich auf alle Fälle gelohnt, so die einhellige Bilanz am Montagmorgen.

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